Historisches – Die Entstehung der Banken

Die Ursprünge des Bankwesens werden in Mesopotamien vermutet, dem heutigen Irak. Dort nimmt man an haben um 250 v. Chr. Priester damit begonnen, die Wareneingänge ihrer Tempel (Getreide, Tiere, Geld) zu verleihen und dieses Leihgeschäft mit „Sicherheiten“ abzusichern und bei der "Rückzahlung" „Zinsen“ zu verlangen – alles Fachbegriffe die es bis heute noch vollständig gibt.

Vor über 600 Jahren bildeten hierzulande Kaufleute und Schiffer in der Hansestadt Danzig eine berufsständische Vereinigung, die sie die gemeine Gilde oder den gemeinen Kaufmann nannten. Sie trafen sich im Artushof, tauschten Informationen aus, insbesondere über ihre Handelsreisen, versicherten sich des geistlichen Beistandes gegen berufständische Fährnisse, verfolgten geschäftliche Interessen und pflegten die Geselligkeit. Aus diesen oft landsmannschaftlich geprägten Tischrunden sitzend auf Bänke (daher der Name „Banken“) bildeten sich Ende des 15. Jahrhunderts selbstständige Laienbrüderschaften.

Das Bankwesen, wie wir es nun heute weltweit kennen, entwickelte sich um 1300 n. Chr. zunächst in Florenz, später auch in Genua. Dort betrieben einflussreiche und wohlhabende Familien wie z.B. die „Medici“ Bankhäuser und gründeten in den folgenden Jahrzehnten Filialen in jeder der damaligen europäischen Metropolen. Bei manchen dieser Familien konnte man von Monopolisten sprechen, denn ihnen oblagen beispielsweise die gesamten Finanzgeschäfte des Papstes.

Banken wurden zuletzt im Allgemeinen, und sicherlich auch oft nicht zu Unrecht, von verschiedenen Seiten heftig kritisiert. Dennoch muss man dringend berücksichtigen, dass bereits seit Jahrhunderten ohne dieses wichtige Instrument "Bank" durch fehlende Kredite viele Wünsche wie z.B. das Traumhaus oder für Firmeninhaber die für ihn notwendigen Investitionen nicht möglich gewesen wären.